Joachim Böhringer: Neben dem beruflichen Werdegang stand von frühester Jugend an der Umgang mit dem Pferd im Zentrum meiner Interessen. Zum frühest möglichen Zeitpunkt mit damals 14 Jahren wurde daher der erste Reitkurs im Jahr 1964 im Haupt- und Landgestüt Marbach absolviert. Landoberstallmeister Dr. Wenzler, der Sattelmeister Manfred Reuter und der Tierarzt Dr. Röhm führten, jeder auf seine Art in das Leben mit Pferden ein.

 

Ein unwiderruflicher Virus war gelegt. Lange Jahre des Reitens im Gestüt und anderswo auf der Welt (Jordanien, Ungarn, Ägypten) folgten. Viele verschiedene Pferde wurden geritten und bei jedem hat man dazugelernt. Unvergessen der Lippizaner Dorian, der Württemberger Fünferl, der Araberhengst Gharib und viele andere wunderbare Pferde.

 

Geländereiten und Jagdreiten waren meine besondere Passion. Viele Jagden hinter den Hunden konnten auf der Schwäbischen Alb geritten werden, aber auch mehrmals in Irland und England. Hier wurde noch tatsächlich mit Pferd und Meute gejagd. Ein sicherlich umstrittenes Vergnügen, aber unvergesslich die Erlebnisse die dabei von Mensch und Tier durchlebt wurden.

 

Mit den Jahren kam das Gespannfahren zur Reiterei dazu. Mit dem Gespann von der Schwäbischen Alb zum Blutritt nach Weingarten – eine Herausforderung der besonderen Art. Die Sicherheit und die Versicherungen führten dazu, dass im gesetzten Alter von 52 Jahren nochmals eine Fahrprüfung absolviert werden musste. Mit dem Fahrabzeichen und seit Neuestem mit dem Führerschein A (FN) für Privatpersonen sind allen Formalien genüge getan.

 

Pferdebücher entstanden, nachdem das Schreiben von Fachliteratur nach der Pensionierung beendet wurde. Die schnelllebige Entwicklung der digitalen Medienproduktion habe ich über Jahrzehnte begleitet, jetzt sind die Pferde dran und werden in langen Winterabenden in Büchern verewigt.

 

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