Jagdreiten

Jagdhornbläser, in Rot gekleidete Reiter, eine Meute aus Dutzenden von Hunden – rasanter Galopp im freien Gelände, Hindernisse oder Zäune die übersprungen werden. Bietet sich dieser Anblick oder hört man die typischen alten Jagd- signale, dann kann es sich nur um eine herbstliche Reitjagd handeln.
Die meisten Menschen bleiben beim Anblick einer Reitjagd einfach stehen und beobachten den Ablauf einer solchen Veranstaltung. Zumeist sind sie fasziniert von den Vorgängen und Ritualen, die sich rund um eine Herbstjagd darstellen. Und viele Menschen kommen gezielt zu Jagden, auch wenn sie nicht selbst reiten, sondern weil es schöne und erlebnisreiche Veranstaltungen in freier Natur sind.

Wer sich genauer für eine Reitjagd und die damit verbundenen Rituale interessiert, kann die Abläufe in dem kleinen Buch "Jagdreiten" nachlesen. Schauen Sie einfach mal rein.

Schleppjagd

Blutreiter

Der Blutritt im oberschwäbischen Weingarten gilt als größte Reiterprozession in Europa. Sie findet immer am Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem sogenannten „Blutfreitag“, statt. Dieser wurde 1529 erstmals schriftlich erwähnt und bereits damals als Brauch „von alt her“ bezeichnet. Traditionell ist der Blutritt eine Männerwallfahrt. Aber seit 2019 gibt es offizielle weibli- che Teilnehmerinnen – die Männerdominanz bröckelt. 

In der Abtei Weingarten befindet sich seit über 950 Jahren eine Heilig-Blut-Reliquie: etwa Erde, getränkt mit einigen Tropfen Blut von Jesus Christus. Das Reliquiar wird in der Weingartener Klosterkirche aufbewahrt. Am Blutfreitag trägt der Heilig-Blut-Reiter das Reliquiar durch Weingarten und das Umland. Weitere Informationen finden sich im Buch „Blutritt Weingarten".