Reisen in Europa

Reisen in Europa bedeutet für uns, dass wir uns vor allem nach Portugal, Mallorca oder Italien begeben. Gerne mit dem Cabrio – vor allem an die oberitalienischen Seen. Oder ein Kurztrip mit dem Flieger nach Mallorca oder Portugal.

Wir haben hier in Europa oftmals keine oder reduzierte Reisebeschreibungen erstellt – man kommt ja immer wieder schnell in Europa rum und es gibt viele Informationen.

Schiffsreisen

Die Erfindung der Kreuzfahrt als Vergnügungsreise wird der „Peninsular and Oriental Navigation Company“ (P & O Cruises) zugeschrieben. „P & O Cruises“ war als Schifffahrtslinie zwischen England und der Iberischen Halbinsel aktiv. Ab 1840 nahm sie den Postdienst nach Alexandria in Ägypten auf. Ab 1844 wurden „Vergnügungsreisen“ oder „Luxuskreuzfahrten“ nach Gibraltar, Malta und Athen angeboten – daher gilt „P & O Cruises“ als älteste in Europa, die Kreuzfahrten an Passagiere als Freizeit- und Ferienaktivität verkaufte.

Da in den Wintermonaten das Geschäft mit Atlantik-Kreuzfahrten für die „Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft“ aufgrund der noch gefährlichen Überfahrt nach Nordamerika nicht sehr lukrativ war, begannen sich die Reedereien ein neues Konzept auszudenken. Albert Ballin, Ende des 19. Jahrhunderts Direktor der „Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft“ (Hapag), kam 1891 auf die Idee, Vergnügungsreisen in näher gelegene Destinationen anzubieten, um so den gefährlichen Winter-Atlantikfahrten zu entgehen und trotzdem die sonst im Hafen liegenden Schiffe wirtschaftlich zu nutzen.

Das erste Schiff, die „Auguste Victoria“, verließ Hamburg Richtung Orient und läutete so das deutsche Zeitalter der Vergnügungs-Schiffsreisen ein. An Bord waren 241 Passagiere, die sich die luxuriöse Reise mit Kaviar, Champagner und Austern an Bord leisten konnten. Diese Reise war ein voller Erfolg und es sprach sich schnell herum, dass diese Art zu Reisen erholsam, erlebnisreich und informativ war. So zog es eine immer größer werdende Zahl von Luxusreisenden auf die Schiffe. Schnellere und besser ausgestattete Schiffe wurden gebaut, so wie das erste offizielle Kreuzfahrtschiff „Prinzessin Victoria Luise“ 1901 mit dem Ziel Karibik.

In den 1960 und 1970 Jahren änderte sich die Einstellung der Reedereien ihrer Kundschaft gegenüber. Immer mehr Schiffe suchten Gäste, das Luxussegment alleine reichte nicht mehr aus. Die Kreuzfahrten wurden für den Mittelstand bezahlbar, Themen und Eventkreuzfahrten wurden initiiert – die heuige Kreuzfahrt entstand und erlebt aktuell durch die Coranapandemie einen  heftigen Einbruch.

Wir fahren häufig mit Schiffen – sie sind komfortabel, man kommt relativ unproblematisch und schnell in Weltgegenden, die anders nur umständlich oder gar nicht erreichbar sind. Man kann, vor allem bei kleineren Schiffen, auch mehrere Tage an einem Ort verbringen und dadurch ausgedehnte Ausflüge durchführen. Oft haben uns bestimmte Regionen auf solchen Touren so gut gefallen, dass wir dann nochmals hingefahren oder geflogen sind, um eine Region ausgiebiger zu erkunden.

Besonders schön und ökologisch sinnvoll sind Reisen mit dem Segelschiff. Hier ist das Erlebnis der Fahrt deutlich anders als auf einem klassischen Kreuzfahrtschiff. Wind und Wetter bekommt man deutlich und hautnah zu spüren. Aber es sind häufig längere Reisen, da Segelschiffe naturgemäß langsamer unterwegs sind. Leider sind der Pandemie einige geplante Segelschiffsreisen zum Opfer gefallen. Mal sehen, ob wir sie nachholen und mal wieder von Lissabon aus lossegeln können.

Reisen in und nach der Coronapandemie

Schwierige Zeiten für Menschen die gerne Reisen. Während der Pandemie war das Reisen in andere Länder richtigerweise nicht möglich. Das Virus mit seinen verschiedenen Ausprägungen wurde durch Reisende in alle Welt verbreitet. Das musste verhindert werden – und dies ging nur durch die Einschränkung beim Reisen. Anfangs war die Reisefreiheit auch regional eingeschränkt und nur in Sonderfällen konnten sich Menschen mit Vorsicht von einem Ort zum anderen Bewegung. Nachdem das Impfen möglich war, wurden die Reisemöglichkeiten erweitert. Innerhalb der Bundesländer und der Bundesrepublik waren Reisen für geimpfte Personen möglich, ins benachbarte Ausland waren bis zum Frühjahr 2022 immer Einschränkungen vorhanden. Wir konnten hier am Bodensee nicht mal eben nach Österreich oder in die Schweiz fahren – wie wir es eignetlich gewohnt waren. Ab März sind die Grenzen wieder geöffnet, aber es sollten immer noch die persönlichen Coronaregeln gelten: also Maske tragen und Abstand halten. Wir halten uns daran und sind wieder mit dem Auto unterwegs....! Hoffentlich noch lange!